Legasthenie

 

Es ist zwar nicht möglich, eine Legasthenie oder Dyskalkulie im Vorschulalter zu diagnostizieren, da der Beurteilungsbereich der Symptomatik noch nicht vorhanden ist, doch es ist durch einfache Testverfahren möglich, bei Vorschulkindern Defizite in den Sinneswahrnehmungsgebieten der Optik, Akustik oder der Raumorientierung festzustellen. Diese Sinneswahrnehmungsgebiete sind dafür verantwortlich, dass das Erlernen des Schreibens, des Lesens und des Rechnens ohne Schwierigkeiten vonstatten geht.

 

Gerade die Art der Förderung muss bei Kindern mit Legasthenie oder einer LRS (Lese- und Rechtschreibschwäche) eine andere sein, weshalb hier sehr genau differenziert werden sollte. Bei Kindern mit einer LRS werden durch verstärkte Arbeit im Symptombereich, d.h., durch viel Schreiben und viele Leseübungen, sehr gute Erfolge erzielt. Beim legasthenen Kind wird man, setzt man diese Maßnahme alleine, scheitern. Damit Verbesserungen eintreten, benötigt das legasthene Kind zusätzlich zum Symptomtraining Hilfe im Bereich der Sinneswahrnehmungen, die seine individuelle Legasthenie ausmachen, und auch ein gezieltes Training der Aufmerksamkeit beim Schreiben und/oder Lesen.